Volkslied-Revue

Da nahm er sein Rasiermesser und schnitt ihr ab den Schlund

Ich befasse seit geraumer Zeit intensiv mit Folklore und insbesondere mit deutschen Volksliedern.

Geplant ist im Frühjahr 2020 eine Revue aus modernen und innovativen Volksliedbearbeitungen zu inszenieren.

„Da nahm er sein Rasiermesser und schnitt ihr ab den Schlund“ ist eine Zeile aus dem Vokslied „Sabinchen war ein Frauenzimmer“. Sie charakterisiert sehr treffend, worum es bei dieser Volkslied-Revue gehen soll:

zu Zeigen, welche überraschenden, bizarren, düsteren, erotischen, faszinierenden und aktuellen Themen in Volksliedern zu entdecken sind und diese mit musikalischen und theatralen Mitteln in einer drastischen, aber dennoch unterhaltsamen Form zu präsentieren.

Ein Kernmotiv wird zweifellos die Liebe mit all ihren Folgen sein. Erotik und Eifersucht, Romantik und Untreue, unerwiederte Liebe und falsche Versprechungen, Beziehungsunfähigkeit und Bindungsängste scheinen zeitlose Themen zu sein, die aus den Volksliedern herausgearbeitet werden.

In der Absicht, die Essenz der Lieder einzufangen und modern und kurzweilig wiederzugeben, werden Elemente diverser musikalischer Genres mit den Volksliedern kombiniert. Geräuschmusik und zeitgenössische, sog. „Ernste“ Musik finden dabei ebenso Eingang wie Rhythmen aus Volkstänzen, Elektronische Tanzmusik und Free Jazz.

Einige erste Versionen dieser Stücke sind in das Hörtheater „Sabinchenstory“, das wir 2017 mit dem Philipp Rücker Quartett in Rahmen der „Heimatlieder“-Tour aufgeführt haben, eingeflossen.

Das geplante neue Volkslieder-Projekt soll aber im Unterschied dazu keine verbindende Rahmenhandlung bekommen, sondern die einzelnen Lieder als in sich geschlossene Stücke, quasi Miniatur-Opern, präsentieren.